Demenzvorbeugung: Mit Bewegung, Ernährung und Co. das Gehirn auf Trab halten

Demenz ist eine der häufigsten Erkrankungen bei älteren Menschen. Jeder Zweite gibt in einer repräsentativen Ipsos-Umfrage an, Angst vor der Krankheit zu haben, da es bisher keine wirksame Therapie gibt.1 Um das Risiko einer Demenzerkrankung zu reduzieren, hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) eine Leitlinie mit Maßnahmen zur Vorbeugung entwickelt.2 Diese Tipps helfen gegen das Vergessen:

1. Mehr bewegen: Fitness für Körper und Geist

Wer geistig fit bleiben möchte, der muss etwas für seine körperliche Fitness tun, denn regelmäßiger Sport senkt das Demenzrisiko. Doch nur 38 Prozent würden deshalb mehr Sport betreiben.1 Dabei können schon Kleinigkeiten Bewegung in den Alltag bringen: einfach die Treppe statt den Aufzug nehmen oder auf das Rad statt in das Auto steigen. Auch ein täglicher Spaziergang trägt dazu bei, fit und gesund zu bleiben. Um aber auch die grauen Zellen zu trainieren, empfiehlt die WHO stetige Gedächtnisübungen. Egal ob Kreuzworträtsel, Sudoku oder Brettspiele – sie alle regen die Bildung neuer Synapsen an und sind so eine gute Möglichkeit, einer Demenz vorzubeugen.

2. Gesund ernähren: Nährstoffe für’s Gehirn

Einen weiteren Pfeiler der Demenzprävention bildet eine gesunde und ausgewogene Ernährung. Insbesondere die mediterrane Kost ist ein wahrer Genuss für unsere Gehirnzellen: Sie besteht aus viel frischem Gemüse, Salat, Nüsse, Fisch und Olivenöl sowie wenig Zucker. Darüber hinaus gilt sie als sehr spermidinreich.3 Spermidin ist in der Lage, die Autophagie auszulösen. Das clevere Selbstreinigungsprogramm unserer Zellen kann durch den Abbau von alten und schädlichen Zellbestandteilen helfen, Krankheiten wie Demenz vorzubeugen.4,5 So zeigen Studien, dass eine spermidinreiche Ernährung die Gedächtnisleistung verbessert.6 Zu den besonders spermidinhaltigen Lebensmitteln gehören beispielsweise Weizenkeime, Hartkäse, Pilze und Gemüse wie Erbsen und Brokkoli.3,4 Da der Gehalt in Lebensmitteln jedoch stark schwankt7 kann die Einnahme von Spermidinkapseln auf Basis eines Spezialextrakts aus Weizenkeimen aus der Apotheke für eine gleichbleibende Zufuhr sorgen. Diese sind dort rezeptfrei erhältlich.

3. Risiken minimieren: Erkrankungen im Griff

Die WHO empfiehlt zudem, das Körpergewicht im Normalbereich zu halten. Denn Übergewicht kann die Entstehung von Diabetes oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen begünstigen. Ganz wichtig: Auch der Konsum von Alkohol und Tabakwaren sollte verringert werden. Liegen Herz- oder Gefäßprobleme, Diabetes, eine Fettstoffwechselstörung, Depressionen oder Hörverlust vor, sollten diese konsequent behandelt und gut eingestellt werden. Denn sie alle sind Risikofaktoren, an einer Demenz zu erkranken.

4. Aktiv bleiben: Soziale Kontakte pflegen

Zu guter Letzt darf auch der soziale Austausch nicht zu kurz kommen. Ob Treffen mit der Familie, Freunden oder eine ehrenamtliche Tätigkeit – soziale Aktivitäten tragen nicht nur zum allgemeinen Wohlbefinden bei, sondern führen auch dazu, dass unser Gehirn auf Hochtouren arbeitet.

 

Quellen:

1. Repräsentative Onlinebefragung im Ipsos Overnight Omnibus, nat. rep. Deutschland 16-75 Jahre im Auftrag von InfectoPharm.
2. WHO (Hrsg.): Risk reduction of cognitive decline and dementia: WHO guidelines. Geneva: World Health Organization; 2019.
3. Kiechl S. et al. (2018) Am J Clin Nutr., 108(2):371-380.
4. Madeo F. et al. (2018) Spermidine in health and disease. Science, 359(6374).
5. Richter-Landsberg C. (2012) Zelluläre Selbstverdauung – Autophagie als Überlebensstrategie. Biol. Unserer Zeit, 42/6,374-379.
6. Pekar T. et al. (2019). Wien Klin Wochenschr. 2020 Jan;132(1-2):42-46.
7. Muños-Esparza et al. (2019) Polyamines in Food. Nurt.6:108.

Demenzvorbeugung

Abb. Gemeinsames Bewegen an der frischen Luft– macht Spaß, hält gesund und vor allem die grauen Zellen fit!
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