Spermidin unterstützt die Zellgesundheit

Spermidin unterstützt die Zellgesundheit

Inhalt:

  • Was unsere Zellen leisten

  • Kreislauf des Lebens – die Zellerneuerung

  • Autophagie – der kompetente Partner für Ihre Zellgesundheit

  • Warum das Alter mit der Zellgesundheit zusammen hängt

  • Spermidin hält Zellen länger fit

  • Fazit – die Zellgesundheit verbessern

Zellen sind die kleinsten lebendigen Einheiten unseres Körpers. Sie bilden die Grundlage für unsere Gesundheit. In den Körperzellen laufen lebensnotwendige Prozesse ab, die alle Vorgänge des Lebens erst ermöglichen. Für die Zellgesundheit ist die ständige Erneuerung der Körperzellen entscheidend. Ohne eine funktionierende Zellerneuerung (Autophagie) können beispielsweise Krankheiten wie Krebs oder Demenz entstehen. Dieser Artikel beschreibt, wie sich die Zellen erneuern und was man tun kann, um die Zellgesundheit zu erhalten und zu fördern.

Was unsere Zellen leisten

Jeder Mensch besteht aus etwa 60–90 Billionen Körperzellen. Das ist eine unvorstellbar große Zahl – selbst Forscher wissen noch nicht genau, aus wie vielen Zellen der menschliche Körper tatsächlich besteht. Manche gehen auch von über 100 Billionen Körperzellen aus. Fest steht jedoch, dass unsere Gesundheit von der Beschaffenheit unserer Zellen abhängt. Unsere Körperzellen bestimmen unser Aussehen und unser biologisches Alter. Nur wenn die kleinsten Bausteine unseres Körpers optimal arbeiten, bleiben wir bis ins hohe Alter gesund und leistungsfähig.

Alles hängt von den Körperzellen ab

Zellen bilden als zusammen arbeitende Grundeinheiten alle Gewebe, Organe und Strukturen unseres Körpers wie Nerven, Knochen und auch das Blut. Je nach Art übernehmen die Zellen unterschiedliche Aufgaben. Dafür gewinnen sie Substanzen aus der Nahrung und stellen lebenswichtige Stoffe für unseren Körper her. Unsere Zellen sind beispielsweise grundlegend für die Energiegewinnung, die Stoffwechselaktivität oder die Immunabwehr.

Die Zellen übernehmen also eine Vielzahl lebensnotwendiger Funktionen. Wenn diese Bausteine des Lebens nicht mehr richtig arbeiten, verlieren wir unsere Leistungsfähigkeit und schwere Krankheiten können entstehen. Ohne gesunde Zellen kann unser Körper nicht funktionieren. Aber wie schaffen unsere Körperzellen es, über viele Jahre gesund zu bleiben? Das Geheimnis liegt in der Zellteilung und Zellerneuerung.

Zellen sind die kleinsten Bausteine des Körpers – damit sie ihre lebensnotwendigen Aufgaben lange erfüllen können, erneuern sie sich ständig.

Alles hängt von den Körperzellen ab

Kreislauf des Lebens – die Zellerneuerung

Es ist uns zwar nicht bewusst, aber tatsächlich ist unser Körper einer ständigen Erneuerung unterworfen. In jeder Sekunde sterben etwa 50 Millionen Zellen ab und fast genauso viele werden wieder neu gebildet. Leider jedoch nur fast genauso viele, denn die Fähigkeit zur Zellerneuerung wird bei erwachsenen Menschen im Alter immer schlechter – dazu kommen wir später noch.

Im Prozess der Zellerneuerung regeneriert sich beispielsweise die Magen- und Darmschleimhaut, Wunden heilen, gebrochene Knochen wachsen wieder zusammen – man könnte auch sagen, unser System ist darauf programmiert, dass sich der Körper ständig erneuert und erhält. Es ist ein natürlicher Kreislauf, der aus dem Absterben und der Neubildung von Zellen besteht. Dieser Prozess ist äußerst faszinierend, denn daran zeigt sich nicht nur das Wachsen, sondern auch das Altern unseres Körpers.

Wie lange leben unsere Zellen?

Die meisten unserer Körperzellen haben nur eine relativ begrenzte Lebensdauer. Das stellt kein Problem für uns dar, solange Zellen immer wieder neu gebildet werden. Durch Zellteilung kann unser Körper die abgestorbenen Zellen ersetzen. Es gibt ca. 200 verschiedene Zelltypen, die durch unterschiedliche Teilungsaktivitäten eine unterschiedliche Lebensdauer im Körper haben.

Alle 10 Jahre ein neuer Körper

Unsere Hautzellen leben beispielsweise nur zwei Wochen, bevor sie absterben und durch neue Zellen ausgetauscht werden. Die roten Blutkörperchen haben eine Lebensdauer von etwa vier Monaten. Die Leber braucht ca. zwei Jahre, um sich komplett zu erneuern. Selbst unser Skelett erneuert sich innerhalb von zehn Jahren vollständig. Im Schnitt, so schätzen Forscher, haben wir – bildlich gesprochen – alle sieben bis zehn Jahre einen völlig neuen Körper.

Das stimmt allerdings nicht ganz. Manche Zellen haben wir lebenslang, sie teilen sich nicht: Herzmuskelzellen und Nervenzellen im Gehirn. Wenn es hier zu Schädigungen kommt, kann der Körper sie kaum reparieren.

Manche Zellen leben nur zwei Tage, sterben ab und werden durch neue ersetzt – Herzmuskel- und Gehirnzellen jedoch verrichten ihre Arbeit ein Leben lang.

Die folgende Tabelle zeigt die unterschiedliche Lebensdauer unserer Zellen und sie zeigt auch, welche Zellen im Körper unersetzlich sind.

Tabelle 1: Lebensdauer ausgewählter Zelltypen*

ZelltypLebensdauer
Magenzellen2 Tage
Epidermiszellen der Hautca. 20 Tage
Rote Blutkörperchen120 Tage
Knochenca. 25 Jahre
Herzmuskelzellenlebenslang
Neuronen (Nervenzellen)lebenslang

Quelle:
* Schaal S. und andere: Der Mensch in Zahlen – eine Datensammlung in Tabellen mit über 20.000 Einzelwerten, 4. Auflage, Springer/Spektrum-Verlag, Heidelberg (2016)

Autophagie – der kompetente Partner für Ihre Zellgesundheit

Die Zellerneuerung ist ein komplexes Zusammenspiel. Wo Neues entsteht, muss Altes  weichen und gründlich beseitigt werden. Deswegen brauchen Zellen für ihre ständige Erneuerung nicht nur ihre jeweils typischen Bestandteile, Sauerstoff, Nähr- und Vitalstoffe, sondern auch einen gut funktionierenden Abtransport der verbrauchten oder zu beseitigenden Stoffwechselprodukte.

Zellabfall und Zellreinigung

Dafür sorgt die sogenannte Autophagie. Sie ist gewissermaßen die „Müllabfuhr“ unseres Körpers auf der allerkleinsten Ebene. Und nicht nur das: Die Autophagie kann nicht nur verbrauchte oder in Prozessen angefallene Bestandteile abbauen, sie führt sie auch einer wirkungsvollen Wiederverwertung zu.

Denn auch unser Körper arbeitet gerne möglichst ressourcenschonend.

Schutz der hochleistenden Zellen

Die medizinische Forschung hat festgestellt, dass gerade für Zelltypen mit hoher Stoffwechselaktivität eine intakte Autophagie besonders wichtig ist, da bei erhöhter Produktion auch ein größerer Anteil an „Ausschuss“ wie Fehlfaltungen entsteht.*

Und natürlich müssen auch die langlebigen Nerven- und Herzmuskelzellen geschützt werden. Denn Zellen, die länger leben, produzieren über die Zeit viel Abfall, der stören oder krank machen kann. Wenn Ablagerungen im Gehirn beispielsweise durch die Autophagie nicht mehr richtig beseitigt werden, kann es zu massiven Beeinträchtigungen wie Demenz kommen.

Quelle:
* Murrow L., Debnath J.: Autophagy as a stress-response and quality-control mechanism: implications for cell injury and human disease. Annu. Rev. Pathol. (2013)

Schutz der hochleistenden Zellen

Schutz vor Krankheiten

Der Begriff Autophagie stammt aus dem Griechischen und heißt so viel wie „sich selbst verdauen“: Die Zelle räumt sich selbst auf und beseitigt den bei Stoffwechselprozessen anfallenden Abfall. Durch Recycling gewinnt die Zelle neue Energie und bleibt so funktionstüchtig.

Als weiteres Plus für unsere Zellgesundheit schützt die Autophagie den gesamten Organismus auch vor Krankheiten, denn sie macht Krankheitserreger unschädlich und spielt so bei der Immunabwehr eine wichtige Rolle ((Link: https://spermidin.health/autophagie/)).

Warum das Alter mit der Zellgesundheit zusammen hängt

Was die Zellerneuerung betrifft, so kann man bereits einen 30 Jahre alten Körper als „alternd“ bezeichnen. Denn ab einem Alter von ca. 30 Jahren können sich unsere Körperzellen immer schlechter regenerieren und werden von alterstypischen Ablagerungen behindert.

Dieser Prozess läuft über viele Jahre. Die Beeinträchtigungen, die daraus entstehen, sind zunächst nicht wahrnehmbar. Doch irgendwann sind auch zentrale Körperfunktionen davon betroffen – das Alter macht sich unweigerlich bemerkbar.

Allein deshalb schon ist die Frage interessant, ob und wie man den Körper bei der Autophagie unterstützen kann. Oder anders ausgedrückt: Wie kann man die Fähigkeit zur Zellerneuerung, die mit zunehmendem Alter abnimmt, aufrechterhalten und vielleicht sogar verbessern?

Schon ab ca. 30 Jahren nimmt die Fähigkeit des Körpers zur Zellerneuerung stetig ab. In den Zellen häufen sich Abfallprodukte an, die nicht mehr vollständig entsorgt werden können – unser Körper altert jetzt merklich.

Spermidin hält Zellen länger fit

Wissenschaftler haben mit Studien herausgefunden, dass sich der natürliche Alterungsprozess zwar nicht aufhalten lässt, aber dass wir auch über eine wichtige natürlich Stellschraube verfügen, mit der wir ihn möglicherweise beeinflussen und sogar verlangsamen können.*

Dieser, in der Forschung immer bedeutsamer werdende Hoffnungsträger ist Spermidin, eine körpereigene Substanz, die unsere Zellerneuerung (Autophagie) in Gang setzen kann.

Ein Mehr an Spermidin für uns über die Nahrung oder über Apothekenprodukte trägt dazu bei, dass unsere Zellen auch im Alter frisch und vital bleiben.

*Eisenberg T, Abdellatif M, Schroeder S. Cardioprotection and lifespan extension by the natural polyamine spermidine. Nat Med 2016; 22(12): 1428−1438.

Spermidin hält Zellen länger fit

Fazit – die Zellgesundheit verbessern

Die lebenswichtigen Zellen unseres Körpers werden durch Zellteilung ständig ersetzt. Nur Herzmuskelzellen und Gehirnzellen können nicht neu gebildet werden – wir sind ein Leben lang auf sie angewiesen. Dennoch können durch eine gut funktionierende Zellerneuerung auch diese Zellen lange funktionstüchtig bleiben. Die zelleigene „Müllabfuhr“, die Autophagie, entsorgt den Zellmüll und erhält so die Zellen gesund. Im Alter nimmt die Autophagie jedoch ab. Spermidin kann den Alterungsprozess verlangsamen, indem es die Zellerneuerung unterstützt und somit alterstypischen Erkrankungen vorbeugt.