Spermidin – Neue Hoffnung gegen Demenz

Im Alter geistig fit und gesund bleiben, das ist leichter gesagt als getan. In einer Forsa-Umfrage im Auftrag der DAK-Gesundheit von 2019 hatten 49 Prozent der Befragten die Sorge, an Demenz zu erkranken.1 Die „Angst zu vergessen“ ist nicht unbegründet, da das Risiko mit zunehmendem Alter wächst. Aktuell leiden rund 1,7 Millionen Menschen in Deutschland an einer Demenz2 – Tendenz steigend. Dennoch gibt es bisher keine wirksame Therapie. Dadurch rückt die Prävention in den Fokus. Forscher der Universität Graz haben bei ihren Arbeiten eine vielversprechende Entdeckung gemacht: Spermidin.

Was ist Spermidin und was kann es?

Wie der Name schon verrät, wurde Spermidin zuerst in der männlichen Samenflüssigkeit entdeckt. Mittlerweile ist jedoch bekannt, dass die Substanz in fast allen Zellen vorkommt. Auch bestimmte Lebensmittel enthalten Spermidin, zum Beispiel Cheddar, Brokkoli, Pilze und besonders Weizenkeime. Als einzige körpereigene und natürliche Substanz kann Spermidin den Prozess der Autophagie aktivieren –- ein zellulärer Mechanismus, bei dem sich die Körperzellen selbst regenerieren.3 Hierbei bauen die Zellen alte und schädliche Stoffe ab und recyceln sie zu neuer Energie. Das Problem ist nur, dass sowohl die körpereigene Spermidinproduktion als auch die Autophagie im Alter nachlassen. So kann eine zusätzliche Einnahme von Spermidin als Nahrungsergänzungsmittel dem entgegenwirken und womöglich altersbedingten Erkrankungen vorbeugen. Genau hier setzt die neue Präventionsmaßnahme an. Es ist gelungen, Spermidin hochkonzentriert aus Weizenkeimen zu extrahieren und in Kapselform zu bringen. Die Wissenschaft sieht in der nachhaltigen Aktivierung der Autophagie durch Spermidin einen vielversprechenden Ansatz, um Alterskrankheiten wie Demenz vorzubeugen.4

Mit Spermidinkapseln gegen Demenz

Eine aktuelle Studie gibt Grund zur Hoffnung: An der Charité Berlin wurden Menschen ab 60 Jahren mit Demenzrisiko untersucht. Die Hälfte der Studienteilnehmer nahm täglich Spermidinkapseln auf Basis von Weizenkeimextrakt zu sich. Schon nach drei Monaten ließ sich bei dieser Gruppe eine Verbesserung der geistigen Leistungsfähigkeit feststellen, während bei der Placebogruppe sogar eine leichte Verschlechterung gemessen wurde. Somit schlussfolgerte das Forschungsteam, dass eine zusätzliche Einnahme von Spermidin eine wirksame präventive Maßnahme bei abnehmender Gedächtnisleistung sein könnte. Aufgrund dieses Erfolges fördert derzeit das Bundesministerium für Bildung und Forschung eine nächste Studie, die die positive Wirkung von Spermidin auf die geistige Leistungsfähigkeit weiter untersucht.5

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Quellen:

1.DAK-Gesundheit (Hrsg.): Junge Leute haben Angst vor psychischen Erkrankungen. https://www.dak.de/dak/bundesthemen/angst-vor-krankheiten-2179528.html (Zugriff am 12.02.2020).
2.
Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V. (Hrsg.): Informationsblatt 1: Die Häufigkeit von Demenzerkrankungen., Juni 2018, https://www.deutsche alzhemer.de/fileadmin/alz/pdf/factsheets/infoblatt1_haeufig keit_demenzerkrankungen_dalzg.pdf (Zugriff am 12.02.2020).
3.
Madeo F. et al. (2018) Spermidine in health and disease. Science, 359(6374).
4.
Richter-Landsberg C. (2012) Zelluläre Selbstverdauung – Autophagie als Überlebensstrategie. Biol. Unserer Zeit, 42/6:374-379.
5.
Wirth M. et al. (2018) The effect of spermidine on memory performance in older adults at risk for dementia: A randomized controlled trial. Cortex., 109:181-188.

Spermidin - neue Hoffnung gegen Demenz

Abb. Hochkonzentriertes Spermidin aus Weizenkeimen gilt als neuer Ansatz in der Demenzprävention.
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